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Rennbericht Nürburgring

 Rennbericht Nürburgring - Angelika von Speicher

 

Glück im Unglück bei Rad am Ring für Angelika.... oder der Angriff der Killerwespen am Ring
 
Diese Jahr wollte ich auf der 75 km Strecke natürlich meine Zeit vom letzten Jahr verbessern und diesmal aufs Podest fahren. Ich freute mich schon auf die Strecke, da ich v.a. natürlich die Bergabpassagen liebe. Absolut klasse das Rad laufen zu lassen und mit diesen hohen Geschwindigkeiten in die Kurven zu gehen. Bremsen ist verboten und wenns einen Gasgriff gäbe wäre der voll aufgedreht. 

Tja....da kommt die Motorradfahrerin durch. Durch meine große Erfahrung im "Schnellfahren" auf dem motorisierten Zweirad und den wertvollen Tips meines Freundes des Nordschleifenexperten Alois Tost kann ich dieses tolle Gefühl auskosten und habe kein Problem mit der Schräglage auch auf dem Rad. Zumal das Levrier EVO absolut geradeaus fährt und in schnellen Kurven supersicher zu steuern ist. Die Levrier Carbonlaufräder geben zusätzlich ein Gefühl von Sicherheit in den Kurven. Die Conti Competition Schlauchreifen haben den besten Gripp. Nun...das Problem auf dem Ring ist halt, dass man alles was man runterfährt wieder rauffahren muss und diese Steigungen haben es echt in sich. 500 Hm pro Runde und zum Schluss die 400 m 18% Steigung zur hohen Acht hinauf sind schon eine Hausnummer. Die ersten beiden Runden ging es mir relativ gut, nur hatte ich da schon das Gefühl dass es mir irgendwie schwer fiel die Steigungen hochzufahren. Es war sehr heiß, die Sonne knallte in die Bergaufpassage ab Km 10 mit zuletzt 30 Grad. Zutrinken hatte ich genug, auch hatte ich über den netten Kontakt Andreas zum Team Deutsche Post die Möglichkeit noch eine zusätzliche Trinkflasche an deren Versorgungsposten zu bekommen. Anfangs der 3. Runde passierte es dann. Ich spürte etwas an meinem Hals, griff hin und schwups hatte mich die Wespe gestochen. Es tat höllisch weh. Für mich allerdings kein Grund stehen zu bleiben. Ich bin kein Allergiker und deshalb habe ich mir nichts draus gemacht. Allerdings wurden die Beine nun wirklich schwer und mit Mühe habe ich mich dann ins Ziel gerettet. Dort angekommen merkte ich dass mir irgendwie nicht gut geht. Anders als sonst nach einem Rennen zumal ich mit Hitze immer schon gut klar gekommen bin. Ich hatte ein eigenartiges Kloßgefühl im Hals und Schmerzen auf der linken Halsseite. Ich bin dann ins Medical Center zum Roten Kreuz. Dort hat man mir ein Mittel gegen Allergie und eine Infusion gegeben.


Nach kurzer Zeit bekam ich dann sowas wie Schüttelfrost nur ohne Kältegefühl, mein Blutdruck ging runter und der Puls hoch. Blaue Finger kamen dann auch noch dazu....jetzt machte ich mir selber Sorgen, zumal ich ja auch noch als ehemalige Anästhesieschwester wußte was so passieren könnte. Der Sani sagte mir dann dass ich die zweite mit einem Schock nach Wespenstich war und dass ich die gefühlt 500. mit einem Wespenstich gewesen bin. Ich bekam dann eine Menge Cortison und wurde ins Krankhaus nach Daun gefahren. Dort erholte ich mich aber Gott sei Dank in den nächsten Stunden, so dass der Internist mich dann am Abend entlassen konnte. Andreas hat dann mich und noch einen jungen Sportkameraden eines 24Std. Teams der gestürzt war abgeholt und wieder zum Ring gefahren. Er hatte auch vorher schon mit Jens Heppner Kontakt aufgenommen. Jens war für die Firma Bioracer am Ring. Hab ich vorher gar nicht gewußt. Mein Rad wurde von Jens übernommen und im Bioracer Truck untergebracht und befindet sich heute wohl auf dem Weg nach Kelmis. Also ...alles ist gut ausgegangen. Für mich ist dann doch noch der 3. Platz in der AK und ein guter 25. Gesamtplatz von 50 gestarteten Frauen dabei rausgekommen. Ich habe mich gegenüber dem Vorjahr um 18 Min verbessert.... was will ich mehr.
 
Mein Dank geht hier nochmal an Andreas Willamowski und das  Nationalteam Deutsche Post für die große Hilfe und Unterstützung.

 

Gruß,

Angelika

 
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